Zwei kleine Geschichten

Es passiert immer wieder, dass wir am Ende des Tages nicht mehr alle Ereignisse zusammen bekommen. Hier sind zwei kleine Erlebnisse die noch fehlten.

Beim Inley-See suchen wir nach Bananen vor dem Kloster mit den goldbeklebten Buddahfiguren. Als wir einen Stand finden, sehen wir nirgends einen Verkäufer. Die Frau vom Nachbarstand kommt sofort und verkauft uns die Bananen. Als sie dann unter der kleinen Bank nach einem Beutel sucht, bewegt sich auf ein mal der kleine Stoffhauen vor uns. Zum Vorschein kommt eine ganz alte Frau, die im Schneidersitz übergebeugt geschlafen hat. Sie ist so klein, das wir nie damit gerechnet hätten, dass vor uns jemand schläft. Wir müssen eine Weile darüber lachen.

Auf dem Weg nach Bagan, kauft sich Mirko eine Flasche Wein. Es stehen viele verschiedene Weine zum Kauf an. Ein Tourist versucht von der Verkäuferin zu erfahren, welcher der Leckerste ist. Ja, die sind alle lecker. Er probiert die Frage anders und welchen trinkt sie? Natürlich alle. Ich meine zu ihm, dass sind die falschen Fragen. Ich frage sie und erfahre, dass sie gar keinen Wein trinkt. Sie kann nicht sagen, welcher gut ist. Es gibt Erdbeer, Kirsch und andere Weine aus verschiedenen Früchten. Wir entscheiden uns für den normalen Wein aus Weintrauben. Für Silvester gedacht und Mirko öffnet die Flasche auch, aber irgendwie schmeckt er nicht wie Wein. Er meint es schmeckt eher nach einem Likör.

Erkundungstour rund um Bagan 01.01.2017

Wir schlafen bis 9 Uhr, als der Wecker klingelt. Ich fühle mich schon deutlich besser, aber immer noch recht schwach. Wir packen für den Tagesausflug alles zusammen und gehen zum Motorradverleiher um 10:40 Uhr, der ist gleich neben dem Hotel. Wir müssen kurz warten, bis das Motorrad vorgefahren wird. Obwohl wir 10-11 Uhr ausgemacht hatten, war er der Meinung wir kommen nicht mehr. Wir müssen die restliche Summe von 5.000 Kyats bezahlen. Am gestrigen Abend haben wir bereits 3.000 Kyats angezahlt und dafür auf Nachfrage eine handgeschriebene Quittung bekommen. Vorher hatten wir noch die Busfahrt nach Mandaly für 15.000 Kyats gekauft und dafür eine Quittung bzw Busfahrkarte bekommen auf der 18.000 Kyats steht. Er meinte, dass er Rabatt bekommt und deshalb der Preis weniger ist. Ich frage mich ob er den Rabatt 1:1 an uns weitergegeben hat. Wir fragen ihn heute noch nach einer Fahrradtour mit anschließender Bootsfahrt in den Sonnenuntergang. Dafür zeigen wir ihm einen Flyer, den wir aus dem letzten Hotel haben, dort soll es 60 Dollar kosten. Er meint das wäre viel zu teuer und bietet uns für 15.000 Kyats eine Bootsfahrt an, allerdings ohne Fahrradtour. Wir werden uns das heute noch überlegen und bedanken uns.

Wir fahren mit dem Elektroroller los, raus aus der Stadt Richtung Bagan. Rechts und links tauchen die ersten Stupas auf. „Mirko, machst du Fotos?“ frage ich. Er meint nein, dass könnten wir auch später noch machen. Nein können wir nicht, wir fahren zurück eine andere Route. Also kramen wir beide unsere Kameras heraus und fangen mit fotografieren an. Die erste größere Stupa zieht uns an und wir biegen in einen Feldweg ab. Wir parken und schauen uns genauer um. Als wir die Pagode umlaufen haben, macht mein Magen Kopfstand und ich setze mich. Die anwesenden Burmesen fragen kurze Zeit später ob alles okay sei. Nein mir geht es nicht gut, sie meinen ich solle mich um die Ecke setzen. Als ich aufgestanden bin und in den Schatten laufe, bieten sie mir ihre Matte zum Hinlegen an. Ich lege mich hin und es vergehen ca. 15min bevor es mir langsam besser geht.

Wir laufen ins Innere und schauen uns um. An den Wänden sind uralte Malerein, ich höre die Guides der anderen Touristen etwas von über 800 Jahre alt erzählen. Wir machen einige Fotos und wollen wieder gehen. Am Ausgang sitzt mal wieder ein Verkäufer, er fragt ob es mir besser geht. Ja das tut es und dann zeigt er mir seine Kunstwerke. Aus Sand gefertigte Kunstwerke, die meisten mit Buddah-Motiven. Man kann sie knicken oder falten und trotzdem bleibt alles ganz. Für 30.000 Kyats wechseln zwei Stück den Besitzer. Mir geht es mittlerweile wieder richtig gut und wir fahren weiter.

Beim nächsten Stopp, kommt kurze Zeit später jemand auf dem Fahrrad an. Er fragt woher wir kommen und begrüßt uns dann auf Deutsch. Er hätte Malerein dabei, okay ich schaue sie mir mal an. Eigentlich möchte ich keine weiteren kaufen, aber am Ende erhalte ich drei Kunstwerke für 35.000 Kyats. Wir wollen gerade weiter, da kommt schon der nächste. Er meint die meisten malen alle das gleiche, aber er fotografiert die Motive und malt sie ab. Es stimmt er hat wirklich schöne Motive dabei, aber für heute haben wir genug gekauft. Wir halten noch an vielen weiteren Bauwerken und bis zum Ende des Tages haben wir gefühlt über 100 Tempel, Stupas usw. gesehen. Auf zwei konnten wir nach oben laufen, auch wenn es mittlerweile generell untersagt ist. Von oben hat man eine tolle Aussicht auf die ganze Gegend. Man sieht Beschädigungen an den Bauwerken vom letzten Erdbeben, wirklich sicher fühle ich mich oben nicht. Das letzte große Bauwerk, welches wir besuchen ist von Touristen regelrecht überrannt. Angezogen von den Menschenmassen schauen wir uns um, aber wirklich besondereres finden wir hier nicht. Ganz im Gegenteil, überall ist Tauben und Fledermauskacke, die Wände sind voll damit und natürlich auch der Boden. Es stinkt widerlich und wir verschwinden schnell wieder.

Was ich noch nicht berichtet habe, ist vom vielen Staub. Ja es gibt befestigte Straßen, aber diese werden wie schon geschrieben von Hand erbaut. Sie sind sehr schmall und auf beiden Seiten ist meist Sand. Hier in Bagan gibt es nur zwei große geteerte Straßen, der Rest sind reine Sandpisten. Es sieht wie Nebel aus, aber ist aufgewirbelter Staub bzw Sand. Wir bekommen beim Vorbeifahren von größeren Fahrzeugen wie Bussen ständig Sand in die Augen, in den Mund und auf den Rest des Körpers. Als wir wieder im Hotel sind, dusche ich recht lange und es kommen gefühlt 2cm Dreck herunter. Wir gehen dieses mal in ein Restaurant und ich schreibe den Bericht, während Mirko isst.

Morgen geht es 5:20 Uhr bereits los, zum Ballonflug. Wir sind gespannt und freuen uns darauf.

Neujahr 31.12.2016

Ein gesundes neues Jahr wünsche ich allen!

Ich schlafe recht unruhig bis gegen 23:30 Uhr, als mich Mirko weckt. Der Tag war anstrengend und mir geht es immer noch nicht viel besser.

Wir gehen zuerst auf die Straße, aber hier ist alles ausgestorben. Wir laufen zurück durch die Rezeption, an den auf dem Boden schlafenden Angestellten. Wir steigen die Treppe hinauf auf das Hoteldach. Wir hören die Silvesterknaller, aber können nur wenige sehen. Wir wünschen uns gegenseitig ein gesundes neues Jahr und gehen zurück ins Zimmer.

Ankunft in Rayong 17.12.2016

Beim Einstieg ermuntert uns die Stewardes das Boarding abzuwarten, um dann wechselwillige Passiere zu finden, die uns tauschen lassen, damit wir nebeneinander sitzen können. Wir sitzen in der Mitte direkt vor den Toiletten, Mirko eine Reihe hinter mir. In Prag wurde uns versichert bei beiden Flügen am Fenster zu sitzen, von wegen! Zuerst sah es so aus, als ob kein weiterer Fluggast zu uns kommt, doch dann wurden wirklich alle Plätze im Flieger belegt. Die nette Mitfliegerin neben mir, willigt erst ein, den Platz zu tauschen, aber nach 5min möchte sie doch lieber auf ihren Platz. Der Mann neben Mirko möchte mit mir auch nicht tauschen, da hätte er keinen Platz für seine Beine.

Mein Kopfhöreranschluß geht nicht, also wird nichts mit Film schauen. Die nächste Überraschung lauert beim Essen. Ich bekomme normale Kost und frage wo mein Spezialessen „glutenfrei“ wäre. Ob ich den sicher sei, dass ich das bestellt hätte? Ja das bin ich, habe es drei mal geprüft. Wir erhielten ca. eine Woche vor Abflug eine Email von Airfrance doch bitte unsere Passierdaten wie Passportnummer etc pp nachzutragen. Dies tat ich und bestellte dabei gleich das Essen für mich mit. Da eine Nachricht am obrigen Rand meinte ich hätte nicht in diesem Land bestellt, gehe ich auf die deutsche Airfrance Seite, nur um wieder auf die internationale weitergeleitet zu werden. Ich kann alle Daten eingeben und kontrolliere zur Sicherheit drei Tage vor dem Flug und direkt am Abend davor noch mal. Alle Daten stimmen, beim Einchecken gab es auch keine Probleme.

Immerhin gibt sich die Boardcrew mächtig mühe, den Schaden wieder gut zu machen. Sie suchen nach verschiedenen Alternativen und am Ende gibt es für mich einen Salat, einen Apfel, zwei mal Apfelmuss und ein paar Weintrauben. Beim Frühstück werde ich allerdings gleich total übergangen. Zum Glück habe ich für solche Fälle, immer ein paar Notfall-Maiswaffeln dabei.

Wir landen pünktlich in Bangkok, auch wenn wir etwa später in Paris losgeflogen sind. Immigration ist schnell erledigt, Gepäck dauert leider. Nachdem unsere Rucksäcke als letztes auf dem Gepäckband landen, gehen wir die wichtigsten Dinge erledigen: Umziehen, Geld holen, Simkarte kaufen und mal bisschen frisch machen.

Angeblich soll hier ein Shuttlebus zum Flughafen eigenen Busterminal verkehren. Das wollen wir finden, aber überall stehen Busse zum anderen Flughafen. An der Information erfahren wir, dass dort nur Busse nach Pattaya abfahren. Also geht es mit Airport Rail Link und BTS zu Ekamai. Dort finden wir nach einer Weile den richtigen Anbieter für einen Minivan Express nach Patong. Wir müssen fast 1h warten, bis es weiter geht. Nach drei Stunden und einer halben kommen wir in Rayong bzw Patong an. Endlich geschafft! Wir essen lecker Thai und werden gleich schlafen gehen.

In Paris

am Gate bemerken wir, dass wir getrennte Sitzplätze haben. Hoffentlich ist der Flieger nicht voll und wir können noch tauschen. Das hätten wir beim Einchecken gleich prüfen sollen, hatten ausreichend Zeit. In 5min … korrigiere 15min beginnt das Boarding, wegen Kabinenreinigung verzögert, da kam gerade eine Ansage. Unser nächster Stop lautet dann erneut Thailand.

Es geht wieder in den Urlaub 16.12.16

Um 6:30 Uhr aufgestanden und um 8 Uhr ging es dann mit dem Auto Richtung Flughafen los. Pünktlich um kurz nach 10 Uhr eingecheckt und nun sitzen wir am Gate. Da wir die dicken Wintersachen im Auto gelassen haben, sind wir nun fast die einzigen die eher sommerlich bekleidet sind.

Beim letzten Urlaub wurde beim Sicherheitscheck Mirko auf Drogen getestet, dieses mal war ich an der Reihe. In 10min beginnt das Boarding, dann geht es zuerst nach Paris, bevor wir dort in die richtige Richtung Bangkok fliegen.

Dieses mal haben wir alles aufgerüstet. Alle Verbindungen laufen dieses mal über ein verschlüsseltes VPN und zusätzlich ist der Blog auch per HTTPS abgesichert. Die Hardware ist auch etwas ausgefeilter, damit ich bis zum Ende des Urlaubs fleißig berichten kann.

Stille

Unser Urlaub war noch nicht zu Ende und plötzlich schreibe ich nicht mehr und die Seite ist tageweise nicht mehr erreichbar. Wieso? Seit unserem Besuch in Peking versuchen Hacker meinen Server zu übernehmen. Genau am 18. Dezember als wir Vietnam verlassen, erreiche ich meinen Server tagelang nicht mehr. Die IP Adresse zeigt mehrfach auf Bejing, aber mittlerweile auch Russland, Ukraine oder Amerika. Im Urlaub hatte ich nur mein Smartphone und das Tablet meines Freundes, damit konnte ich das Problem nicht lösen.
Wir sind mittlerweile wieder in der Heimat. Die IP Sperren von ganz China und täglich weiterer Adressen hat die netten Menschen leider nicht abgeschreckt. Das habe ich zum Anlass genommen, sämtliche Software und Hardware zu aktualisieren. Es läuft wieder alles, bis auf ein paar uralt Foren, die habe ich schlicht offline genommen.
Die alten Blogbeiträge habe ich wieder importiert und werde demnächst noch ein paar Facebook Beiträge hier veröffentlichen. Nicht jeder hat Facebook und manch Beitrag möchte ich allen zugänglich machen.
Die folgenden Tage werde ich den Rest unseres Abenteuerurlaubes hinzufügen. Geschrieben ist das größtenteils schon, muss nur noch mal drüber lesen und die Bilder auswählen.

Unterschiede zu Thailand

Nur ein kurzer Beitrag was mir bisher aufgefallen ist. Neben offensichtlichen Dingen wie Währung und Sprache gibt es natürlich viele kleine Details die anders sind.
Es gibt deutlich mehr Motorräder, dafür keine Klingeltaxen. Alle und ich meine alle fahren mit Sturzhelm, das ist in Thailand eher die Ausnahme. Minibusse gibt es in Ho Chi Ming City nicht, das erste mal sehe ich welche in Nha Trang. In den Autos oder Bussen hängt nichts für die Geister am Rückspiegel. Es gibt keine Geisterhäuser. Buddha findet man weniger, dafür gibt es viele Kirchen. Die Schrift nutzt lateinische Buchstaben mit Betonungsauszeichnungen wie ich sie aus dem französischen, spanischen oder tschechischen kenne. Das ist nur meine Beobachtung und kann auch falsch sein. Es gibt Amarkt und Bmarkt anstelle von 7eleven. Garküchen gibt es überall und es schmeckt ähnlich gut wie in Thailand, allerdings gibt es hier eher mal was mit Butter. Freundlich sind die Vietnamesen, aber fast so aufdringlich wie die Malaien.

Schwere Anreise Teil 2 und Resümee

Wir hatten also 368 USD für zwei Online-Flugtickets ausgegeben und 990 Euro pro Person für ein weiteres am Flughafen. Was für ein teurer Spaß, damit ich meinen schon bezahlten und eingecheckten Sitzplatz im Flugzeug einnehmen durfte. Ich habe genau das gleiche bei meinen letzten Urlauben getan. Sollte Vietnam so sehr anders als seine Nachbarländer sein? Ich war verunsichert was ich erwarten durfte. Natürlich ärgerte mich auch das viele Geld und der Stress beim Abflug. Während des Fluges überlegte ich mehrere Szenarien wie wir zu unserem ursprünglichen Zeitplan zurück kommen konnten.
Endlich gelandet, das ewige rumgesitze im Flugzeug hatten wir satt. Total müde sollte sich gleich heraus stellen ob Vietnam oder die Streik Profis der Lufthansa das Problem waren. Ich hatte mir überlegt, dass ich genau das heraus finden wollte. Also zum netten Immigration Officer gegangen.
Ich lege ihm mein Pass hin und sage lediglich „Hi“. Er prüft alles und meint nach kurzer Zeit „Kein Visa“. Ich antworte ich hätte gern das Visa on arrival. Er fragt wie lange ich bleibe. Wahrheitsgemäß antworte ich 12 Tage bis zum 18. Dezember. Er nimmt den Stempel und ich habe mein 15-tägiges Visum für Vietnam. So wie ich es erwartet hatte. An der Stelle muss ich mir jegliche Schimpfwörter für meine deutschen Mitmenschen verkneifen.
Am Flughafen laufen wir direkt beim Ausgang in ein paar Touristen Fänger. Ich möchte nur noch schlafen und zwar schnell. 8 Euro für die Fahrt sind uns ebenso wie, dass das natürlich kein offizielles Taxi ist egal. Das er das Hotel bzw die Adresse nicht gleich findet war ja klar. Irgendwann kommen wir doch an, klingeln beim Hotel und fallen 10min  später in einen tiefen Schlaf.

Zur Auflösung noch ein paar Dinge. Das Online gekaufte Ticket, was sehr verächtlich vom Lufthansa Personal bewertet wurde, konnte ich ohne Kosten stornieren. Noch im Flieger in Deutschland habe ich auf die Email geantwortet das 8h zu lange dauern und ich ein anderes gekauft habe. 
Die zwei in Frankfurt gekauften Flugtickets haben wir ebenfalls storniert, allerdings mit 250€ Kosten pro Person. Ich habe eine Reiserücktrittsversicherung die dafür aufkommen sollte. Das werde ich die kommende Tage versuchen noch heraus zu finden. Vielleicht gibt es noch ein Happyend. Was denen an uns nicht gefallen hat frage ich mich allerdings immer noch. Wir haben jetzt auch das Busticket für den 18. Dezember nach Phnom Penh. Das mir Lügen unterstellt wurde, halte ich wirklich für eine Frechheit.

Fast in Deutschland geblieben

3 min noch, „Was Bangkok ist nicht okay?“ Nein, sie wollen doch nach Kambodscha. Sprint zurück zum Ticketschalter, Bangkok geht nicht! Warum? Es muss Kambodscha sein! Zurück sprinten zum Checkin Ticket wird ausgestellt. Herz rasst, Schweiz auf der Stirn und flehend nehmt doch bitte das Gepäck schon auf und gebt uns die Boardingpässe wenn alles okay ist. Endlich ein nagut… zurück sprinten zum Ticketschalter, und schon was gefunden und ausgedruckt? Ja hier nehmen sie das und klären den Checkin und kommen danach zurück. Das gab es noch nie, so was wäre Unsinn ruft mir der Verkäufer noch zu. Mit dem ausgedruckten Ticket wieder zum Checkin rennen. „Und? Passt alles?“ Hmm okay hier sind ihre Tickets und jetzt müssen sie in 15 min zum Gate kommen. Der Checkin war schon 8min zu. Puhh geschafft doch Urlaub!

Nun mal von vorne. In Filmen wird die Bombe immer in den letzten Sekunden gestoppt. Wie übertrieben! Von wegen, der Abflug konnte abenteuerlicher nicht ausfallen.

Wir kommen pünktlich am Hauptbahnhof an. Zug Ticket gekauft, kinderleicht. Wo fährt die ab? Ticket steht nur Uhrzeit drauf aber kein Gleis oder Zug Nummer. Was für Zug ist das? Ticketbuchung aufgerufen und gesucht. Nein steht nichts da. Also fragen gehen. Aha eine S-Bahn und fährt auf Gleis 103 ab oder so ähnlich. Irgendwann finden wir im Keller in einer Ecke das richtige Gleis und auch den Zug.
Noch 1,5h bis Abflug, lass mal Gepäck aufgeben. Boardingpässe hatten wir schon vom Online Checkin, sollte doch fix gehen.
Am Schalter dann seltsame Blicke, wann verlassen sie Vietnam wieder? Am 18.12.15. Haben Sie ein Flugticket dafür? Nein, wir nehmen den Bus der ist billiger. Zeigen sie mir mal ihren Reiseplan.
10min später nach Installation ein paar Apps um die odt Datei aus der Dropbox öffnen zu können. Also wollen sie nach Kambodscha? Ja hier sind unsere E-Visa! Moment ich muss mit einer Kollegin das klären. 5min später. ..
Das geht nicht? Wie das geht nicht? Sie brauchen ein Ausreise-Ticket! Warum, ich kann Ihnen doch den Plan mit allen gebuchten Flügen, Hotels usw zeigen? Das zählt nicht! Dann haben wir nur ihr Wort das sie nicht länger bleiben! Mir verschlägt es die Sprache und mir wird heiß und mulmig. Das bedeutet jetzt was? Sie können nicht mitfliegen! Airlines müssen Strafe zahlen, wenn das jemand macht! Ich frage ob ich irgendwo mit Blut unterschreiben soll das wir solches nicht vorhaben! Es nützt nichts! Wir müssen in Deutschland bleiben!
In ein paar Stunden wollten wir uns Peking anschauen. Der nächste Flug geht in drei Tagen. Woher jetzt ein Visa bekommen? Woher einen neuen Flug? Wochenlange Planung. .. Mein Urlaub! Panik!
Eine Idee! Was wenn wir jetzt schnell ein Ticket buchen? Würde das reichen gehe ich fragen? Zögerlich bekommen wir ein ja, aber in 30min müssten wir das vorlegen, dann schließt der Checkin!
Der Puls pocht und ich fühle abwechselnd Zuversicht und Verzweiflung. Die Finger fliegen über die virtuelle Handytastatur. Geschafft! Ticket gebucht, EMAIL Bestätigung kommt. Danke für Ihre Buchung in den nächsten 8 Stunden bekommen sie das ETicket. Was? Vielleicht reicht das ja. Nein tut es nicht! Super gerade 400 Dollar für nix ausgegeben. Noch 13 min bis der Checkin schließt!
Wir laufen los, wir sind am Flughafen, irgendwer wird uns doch ein Ticket verkaufen können. Uns ist alles egal, nur das Problem muss gelöst werden.
Wir finden einen netten Verkäufer, besser er findet uns. Wäre gar kein Problem, sowas hat er hier täglich. Also raus aus Vietnam? Ja am 18. Irgendwohin! Ganz ruhig! Sind noch 11 min, das schaffen wir. Freudig und weitere 980 Euro ärmer gehen wir zum Checkin mit dem Ticket.
Haben Sie für Peking ein Visa? Nein ich hole mir noch einen Weiterflug, da haben wir doch viel Zeit! Sie haben kein Visum! Da können wir sie nicht hinfliegen lassen! Fassungslosigkeit bei uns! Okay wohin soll es sein? Egal, dort wo sie einreisen können! Jetzt fange ich an zu rennen, Peking lassen die uns nicht! Was!? Ich kann es auch nicht erklären und er meinte das gab es noch nie. Bitte schnell Thailand oder Kambodscha! Ich renne mit dem Ticket nach Bangkok zurück….

Den Rest kennt ihr schon + noch eine weitere Änderung weil das Datum falsch war. In 30min fliegen wir nach Vietnam weiter. Mal sehen ob die uns reinlassen oder Teil 2 folgt.