Buddhas Haar 27.12.16

Den zweiten Tag in Yangon beginnen wir im National Kantawgyi Garden. Das Taxi bringt uns für 4.000 Kyats hin, allerdings muss der Taxifahrer Passanten nach dem Weg fragen und das obwohl wir ihm eine Karte zeigen. Wir haben eine gedruckte Karte dabei, aber Kartenlesen scheint keiner zu können. Jedes mal unterhalten sich die Taxifahrer untereinander bis klar ist wo es ist oder es wird jemand angerufen.

Wir laufen gemütlich durch den Park und fotografieren die Tiere. Es ist ziemlich ruhig hier und etwas grüner als die driste Stadt herum. Der Park in Bangkok war dagegen schöner. Wir bleiben trotzdem irgendwann auf einer Bank sitzen und genießen die Mittagszeit am See. Am Ende laufen wir zum Art Summit Tower, fahren in den fünften Stock und müssen 200 Kyat pro Person bezahlen, damit wir die Aussichtsplatform betreten dürfen. Es hat alles schon mal bessere Zeiten gesehen. Oben haben wir eine tolle Aussicht auf die Stadt, wir sehen, dass überall gebaut wird. Von hier sieht man wie von fast überall die Shwedagon Pagode.

Wir fahren mit dem Taxi weiter zur Botahtaung Pagode, für 3.000 Kyat. Nun müssen wir 6.000 Kyats pro Person Eintritt bezahlen, bevor wir die Tempelanlage betreten dürfen. Wir machen ein paar Fotos, aber außer Gold und viel Licht kann ich nicht wirklich das Haar, das Buddha gehörte, erkennen. Die restlichen Gebäude erkunden wir danach und finden unter anderem einen Buddah der 66 Jahre lang in London ausgestellt war. Dieser wurde als Burma annektiert wurde, von den Britten gestohlen und kam später nach der Unabhängigkeit von Burma wieder hierher zurück. Ansonsten gibt es hier nicht viel zu bestaunen und wir entscheiden uns für einen Fußmarsch zu den World Hertiage Gebäuden in der Nähe. Teilweise sind die Gebäude in guten und teilweise in ruinenartigen Zuständen. Einige Gebäude sind wirklich schön, wenn man sie sich in ihrer ursprünglichen Form vorstellt. Auffallend ist beispielsweise das hohe Gericht „High Court“ im britischen Stil, die Steine sind in einem interessanten rot Ton. Wir beenden unserer Erkundungstour in dem Park direkt davor. Hier gibt es gerade einen Markt, überall sind Stände die ihre Waren anpreisen. Eine Einheimische versucht uns mehrfach Postkarten zu verkaufen, es wird jedes mal billiger, aber wir lehnen ab. Wir schreiben keine, nutzen Email und die Fotos haben wir auch. Wir schauen zu, wie sie bei jedem Touristen der vorbei kommt ihr Glück versucht.

Wir laufen nach kurzer Stärkung weiter zur Straßenküche von gestern. Immer die Straße entlang, nehme ich nach kurzer Zeit die Gopro aus dem Rucksack und filme. Ziemlich verrückt hier alles. Ein Geschäft am anderen, das ist noch normal, davor jeweils noch mal kleine Stände, hier verkaufen sie alles von Sekundenkleber bis gebrauchte Autoschlüssel. Jede Querstraße ist voll mit Ständen und die Häuser zieren Satellitenschüsseln und weitere Elemente. Die Straße ist voll mit Autos und Bussen. Ein Bus hinter dem anderen und alle sind überfüllt. Dazu hupen die Busse und auch die Autos fast ununterbrochen. Bei unseren Taxifahrten ist uns das schon aufgefallen, bei jeder Kurve, Kreuzung oder bei anderen Verkehrsteilnehmern wird grundsätzlich gehupt.

Nach 30min erreichen wir unser Ziel. Die Straßenküche gehört direkt zum Nachtmarkt an der Straße bzw Straßen. Davor verläuft eine vierspurige Straße und dahinter eine noch mehr spurige Straße die allerdings Maut kostet. Somit sitzen wir inmitten vom Verkehr, als wir unsere Mahlzeit einnehmen. Es gibt wieder Chicken-Rice und Som Dam. Dieses mal probiert Mirko auch das Schweinefleisch. Es war ganz sehr lecker sagt er. Wir verabschieden uns von unserer Köchin, morgen geht es bereits weiter. Jede Mahlzeit kostet 1.500 Kyats. Wer ebenfalls dort speisen möchte, die GPS Koordinaten dazu lauten N 16° 46.488 E 96° 08.458, zu erkennen an der 7×7 (steht im Plakat) und an den Edelstahl Tischen + Stühlen.

Wir laufen ein Stück die Straße zurück, bis zur ersten Durian Verkäuferin und kaufen eine Durian für 25.000 Kyats. Die Verhandlungen waren etwas schwierig. Das eine 25.000 Kyats kosten soll verstehen wir sofort, aber das wir das verstanden haben, verstehen sie wieder nicht. Ich möchte wissen wie viel Kilo die Durian hat, aber das verstehen sie auch nicht. Also nehme ich die Durian, die ich mir ausgesucht habe und lege sie einfach auf die Waage. 6kg für umgerechnet 17 Euro ist 50% billiger als in Thailand und deutlich billiger als in Deutschland. Wir nehmen uns wieder ein Taxi zurück zum Hotel. Wie immer vereinbaren wir vor Fahrtantritt einen Preis von dieses mal 4.000 Kyats, Taxometer sehe ich nirgends laufen. Obwohl wir die Visitenkarte vom Hotel zeigen und auf der Karte genau erklären wo sich das Hotel befindet, muss unserer Fahrer das Hotel anrufen und sich den Weg erklären lassen.

Im Hotel genießen wir die erfrischende Dusche und essen erst ein mal, bevor wir uns um die Weiterreise für morgen kümmern. Unser Hotel hat sich um das Busticket gekümmert und uns per Email zugeschickt. Dafür haben wir am morgen $28 pro Person bezahlt. Uns war natürlich klar, dass das teuerer ist, als wenn wir das selber buchen würden. Leider gibt es hier keine Reisebüros, wo wir das selber hätten organisieren können. Zumindest sehen wir in unseren zwei Tagen, in denen wir 60 km durch die Stadt gelaufen und gefahren sind, nichts dergleichen.

Auf dem Ticket steht auch eine Internetadresse http://starticket.com.mm/. Wir versuchen heraus zu finden, ob das Ticket uns an den richtigen Ort bringt. Das Internet ist so langsam, dass wir nach 2h nicht viel weiter sind. Das Busticket geht bis „Inle“, ob damit der See gemeint ist und ob wir bis Nyaung Shwe kommen, ist unklar. Ich kann nicht auf die Email antworten und verzweifel langsam. Ich sehe uns schon irgendwo im Dunkeln Nachts an der Straße stehen… An der Rezeption kann mir die nette Frau auch nicht wirklich helfen, sie versteht mein Problem nicht wirklich. Ich schreibe über Airbnb unserem Gastgeber, er gibt Entwarnung und meint das könnten wir dem Busfahrer sagen, der lässt uns dann dort raus.

Nun noch ein paar Worte zur Bekleidung. Hier tragen Männer wie Frauen fast ausschließlich Longyis (Sieht aus wie ein Sarong), das sind Wickelröcke. Die Frauen sehe ich zum großen Teil immer mit Regenschirmen, die als Sonnenschirme dienen, herumlaufen. Bei Baustellen fällt auf das wirklich alle Arbeiter Helme tragen und überall große Safety First Plakate hängen. Selber weiter oben sehe ich Arbeiter, die mit Gurten richtig gesichert sind.

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