Hué und auf zu den Höhlen

Was für ein Tag! 7 Uhr ging es los und jetzt 21:30 Uhr sind wir bereits 210km weiter. Nach dem Aufstehen packen wir und checken 8Uhr aus und nehmen gleichzeitig das fahrende Zweirad entgegen. Unsere Rucksäcke lassen wir im Hotel stehen. Das Gefährt was uns heute bewegt kenne ich schon aus Malaysia, fährt sich schrecklich. Davon lassen wir uns nicht stören und sind bereits wenige Minuten später in der Zitadelle (Imperial City). Auf dem erst besten Parkplatz will er 10.000 VND haben, zu teuer also fahren wir weiter und parken einfach wild auf dem Gehweg. Gerade als wir am Eingang ankommen, läuft gerade die Stadtwache mit Musik los. Sie lösen die am Tor stehenden ab und verschwinden im Inneren. Eine Gruppe Touristen folgt ihnen. Wir bleiben brav stehen und zahlen den Eintritt. Die Verlockung war groß einfach mitzuschwimmen. Der Eintritt kostet 150.000 VND pro Person an der Kasse. Drinnen fängt der Guide gerade laut mit Erklärungen an. Wir verstehen jedes Wort, alles in Deutsch und viele deutsche Touristen. Wir bleiben auf Abstand und hören zu. Teilweise interessant, teilweise steht das Gleiche auf den Schildern ringsherum und auch private Geschichten sind dabei. Nach kurzer Zeit lösen wir uns und wollen selber die Stadt erkunden. Wir bleiben allerdings immer in der Nähe zu der Gruppe, das war manchmal gewollt aber oft Zufall. Viele Gebäude wurden zerstört und werden wieder aufgebaut, trotzdem wandern wir 3h umher, bis wir glauben alles gesehen zu haben. Wir sind häufig ganz woanders lang gelaufen als die Gruppe, nur um festzustellen es geht nicht weiter, hier ist nichts oder deren Weg war besser. Es gibt Tempel, Wohnstätten, Versammlungsgebäude, ewig lange Gänge, Torbögen, Schlafgebäude und vieles mehr was der damalige Herrscher so benötigte. Auf dem Rückweg kommen wir an der deutschen Gruppe vorbei. Ein paar Verkäuferinnen halten uns Ananas hin. „Das haben die mit ihren Händen geschält, sonst würde ich das nehmen“ sagt die eine zu der anderen. Hilfe! Die haben das sicherlich auch angeleckt und waren vorher auf Toilette ohne Händewaschen und in Deutschland gibt es keine Arbeitskräfte mehr, das machen alles Maschinen. Bestimmt! Die letzten paar Meter zum Motorroller frage ich much ob die hier sowas klauen und was ich dann tun sollte. Vielleicht hätten wir doch die 10.000 bezahlen sollen, aber alles steht noch da.
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Wir fahren weiter zur Pagode, für die man nichts bezahlen muss. Ein sehr gut gepflegtes Anwesen, natürlich mit Tempel und vielen kleineren Gebäuden, deren Sinn sich uns nicht erschließt. Die deutsche Gruppe kommt gerade an, ich fühle mich verfolgt. Das muss der Bus gewesen sein, der uns überholt hat. Man hat eine schöne Sicht auf den Fluss. Im inneren steht das Auto des Mönchs der sich verbrannt hat. Das hatte ich nicht hier vermutet. Draußen wollen wir Wasser kaufen, 20.000 VND die 1,5l Flasche, nein danke, wir gehen weiter, 15.000? 10.000 antworte ich! Sie willigt ein, außerdem kaufe ich Mandarinen, wie viel kosten die? 40.000 / Kilo ich sage 30 und sie meint 35, nein 30 … okay ich bekomme sie dafür. 20.000 VND kostet ein Bund Bananen, so am Rande. Man muss ständig handeln, ansonsten zahlt man den vielfachen Preis.

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Nun suchen wir nach einem Geocache. Wir finden eine Arena in der Tiger und Elefanten gekämpft haben sollen und einen sehr alten Tempel an einem See. Natürlich gibt es hier keine Touristen. Dafür können wir in Ruhe alles anschauen und der Eintritt ist frei.
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Wir fahren weiter zu den königlichen Gräbern. Die Sonne brennt, es ist 13Uhr. Wir werden gleich abgefangen von den Einheimischen, free parking here! Was kostet das Wasser hier, frage ich. 15.000 VND, naja immer noch billiger als Parkplatzgebühren und Wasser getrennt. Steht das dann auch noch da frage ich, aber das versteht er nicht richtig. Wir riskieren es. Es stehen sehr viele Motorräder herum. Das beruhigt etwas.
Wir geben weitere 100.000 VND als Eintrittsgebühr pro Person aus. Das Gelände ist nicht so groß und nach 1h sind wir bereits überall gewesen. Das eine Grab wurde mit deutschen Spenden von 2008 bis 2010 restauriert. Uns reicht es, wir sind durchgeschwitzt und haben 35km fahrend und zu Fuß zurück gelegt. Das Motorrad ist noch da. Das Wasser soll immer noch 15.000 kosten, ich erkläre ihr das kostet 6.000 im Supermarkt. Es wäre gekühlt und hier gebe es sonst nichts. Wir einigen uns auf zwei Flaschen für 20.000.

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Im Hotel zurück bezahlen wir 110.000 für Motorrad und Fahrräder. Wir laufen noch zu dem Verkaufstand der lokalen Bauern, der ist gleich um die Ecke. Nach einer sehr interessanten Erklärung kaufen wir eine Ananas. Wir laufen wieder zurück und nehmen uns Rucksäcke. Das erst beste Taxi bringt uns zum Bahnhof. Nur 20.000VND für die gleiche Strecke? Den Taxifahrern kann man nicht trauen. Ich versuche das 16:49Uhr Ticket umzutauschen gegen den Zug der in 15min, also 15:23Uhr kommt. Geht nicht, hätte ich vor 4h tun sollen. Okay dann warten wir einfach…
Ich schreibe unser Hotel an und frage welcher Bus zu ihnen fährt. Wenig später im Zug erfahre ich der letzte Bus fährt 17Uhr ab, Mist zu spät. Das Hotel bietet uns an, für 500.000 VND uns am Bahnhof abzuholen. Nach kurzer Überlegung stimmen wir zu. Am Bahnhof stürzen wieder alle Taxifahrerfahrer über uns herein. Dort steht jemanden mit meinem Namen. Ob ich Jessica bin, ja klar! Wir gehen uns noch schnell erleichtern und dann fahren wir noch 45min bis zum Hotel. Morgen schauen wir uns die Paradise und die Dark Cave an. Das buche ich sofort bei Ankunft. 8Uhr geht es los und ich kann gerade noch den Tagesbericht fertig schreiben.

One thought on “Hué und auf zu den Höhlen”

  1. So, jetzt weiß ich , was ein Geocache ist und habe mir die Umrechnungstabelle des VNDong ausgedruckt. Vor lauter Nullen blickt man ja sonst nicht durch…
    Viel Spass Euch beiden weiterhin und ich freue mich schon über neue Reiseberichte

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