Täglicher Frust mit Lotus Notes 7.02

Ich werde ab sofort meine negativen Erfahrungen(sprich den Bugs) mit Notes hier beschreiben und falls ich eine Lösung gefunden habe gibts dazu einen Workaround.

Sehr empfehlen kann ich übrigends „Das Notes Forum„, darin suche ich täglich mehrfach nach Lösungen und finde fast immer welche.

Heutiger Bug wäre:
In einer Aktionsleiste eine Aktion mit Unteraktionen anlegen und dieser eine benutzerdefinierte Grafik zuweisen.
Die Grafik wird NUR angezeigt wenn die oberste Aktion sichtbar ist.
Sollte man also dieses Menü für Statuswechsel innerhalb eines Workflows verwenden wollen, so hat nur der erste Bearbeiter, der beispielsweise Akzeptieren oder Ablehnen wählen darf, eine Grafik.

Von DVB(vdr) zur DVD unter Linux

Ich hatte für meine Eltern ein paar Sendungen im TV aufgenommen und nun sollte es auf DVD gebrannt werden. So stand ich vor dem Problem wie geht das?

Meist findet man im Zusammenhang mit vdr natürlich Verweise auf die Plugins wie dem Burn-Plugin. Nur bei mir läuft vdr auf dem lokalen Netzwerkserver und ich benutze ihn lediglich zur Aufnahme von Serien. Die ganze Bedienung sprich das Anlegen von Timern erledige ich über meinen Browser mittels VDRAdmin-AM.

Nun zurück zum Thema:
Als erstes habe ich ProjectX genommen um die Aufnahmen zu schneiden und zu demuxen. Es ist empfehlenswert die Schnittpunkte abzuspeichern, darauf komme ich später noch einmal zurück.
In ProjectX einfach unter Datei auf Hinzufügen gehen und die vdr-Dateien 001.vdr 002.vdr usw auswählen. Dann mit den <<< << <| |> >> >>> + – Knöpfen die gewünschten Schnittpositionen auswählen -> Alles was grün ist wird gespeichert. Sinnvoll ist es einen Pfad für die Speicherung auszuwählen, ich habe „Demux“ genommen. Normal reicht dann noch ein Klick auf Quickstart und schon hat man mehrere Dateien aka 001.ac3 001.m2v 001.mp2.

Nun kann man mittels

mplex -f 8 -o Videodatei1.mpg Demux/001.m2v Demux/001.ac3

den Videostrom (m2v) mit dem Audiostrom (ac3) DVD-konform zusammenfügen. Mit -f 8 sorgt man dafür das dvdauthor die Videodatei später ohne Neuberechnung akzeptiert.

Nachdem alle Aufnahmen geschnitten und fertig als DVD-konformes Material vorliegen, gehts darum daraus eine DVD zu erstellen. Ich habe mehrere Programme wie DVDStyler, videomaker, kdvdauth, GDVDCreator angeschaut aber bin mit der Bedienung überhaupt nicht zurecht gekommen. Hängen geblieben bin ich dann letztendlich bei QDVDAuthor, es stürzt zwar häufig ab, aber bietet den größten Funktionsumfang und ist relativ gut bedienbar.

In QDVDAuthor ein neues Projekt anlegen und die vorher erstellten DVD-konformen Videos mittels „Add Movie“ hinzufügen. Die hinzugefügten Videos erscheinen dann links oben, rechten Mausklick darauf und auf Properties gehen. In dem neuen Fenster ist es nun wichtig das es keinen Reiter mit „Transcoding“ gibt, falls einer vorhanden ist einfach auf den „<<<Transcode“ Knopf klicken.
Am Anfang habe ich die aufgeteilten mpg-Ströme mittels Avidemux2 wieder zusammengefügt und QDVDAuthor das Transcoding überlassen, dabei werden die mpgs erneut berechnet was natürlich zu einer schlechteren Qualität führt.
Wichtig ist auch der Reiter „Chapters“ für die Kapitelsprungmarken, wer sich die Arbeit machen möchte kann hier natürlich die Kapitel gezielt festlegen. Ich habe mich mit einer automatischen Kapitelerzeugung aller 60sek oder 120sek begnügt.
Im Hauptmenü wollte ich Vorschaubilder der Video als Abspielknöpfe verwenden, also brauchte ich vernünftige Bilder aus dem Video. Die automatisch erzeugen Bilder von QDVDAuthor sind meist nicht optimal. Mittels

mplayer -nosound -vo png Videodatei1.mpg

erzeugt mplayer für jedes einzelne Videoframe ein Bild – hier sollte man vorsichtig sein es kommen schnell ein paar GB Bildmaterial zusammen. Also rechtzeitig mit Strg-C abbrechen bevor die Festplatte voll ist :). Man kann natürlich mplayer noch Optionen wie -ss mm:ss (-ss 01:00 für 1min) mitgeben dann startet die Bilderzeugung erst an der gewünschten Stelle im Video.

Sobald man ein schönes Bild gefunden hat, einfach in QDVDAuthor auf „Add Image“ (rechte Maustaste im rechten Main Menu Teil) gehen und dann linke Maustaste gedrückt halten und Bereich ziehen in dem das Bild erscheinen soll (finde ich etwas gewöhnungsbedürftig).
Auf das Bild wieder mit der rechten Maustaste und auf „Define as Button“ im aufgehenden Fenster rechts neben dem jump auf den DropDownKnopf gehen und das gwünschte Video das abgespielt werden soll auswählen.

Das wiederholt man nun solange bis alle Videos mit einem Startknopf verknüpft ist. Natürlich lässt sich noch mehr machen aber ich wollte keine Anleitung für QDVDAuthor schreiben. Ist man fertig dann auf „Create DVD“ in der Symbolleiste gehen. Das nächste Fenster sollte man einfach mit OK bestätigen. Bei SuSE gab es noch eine Falle, obwohl ich alles mit YaSt installiere und es sich um die Abhängigkeiten kümmert, scheint wohl jemand bei dem qdvdauthor.rpm eine Abhängigkeit vergessen zu haben. Bei mir fehlte movie-to-dvd und QDVDAuthor erzeugte immer nur merkwürdige Fehlermeldungen das Dateien fehlen würden. Movie-to-dvd befindet sich im videotransrpm bei Packman.
Nachdem QDVDAuthor mit der Erstellung keine Fehler gemeldet hat sollte man vor dem Brennen noch mal überprüfen ob es sich abspielen lässt:

xine dvd://home/user/ausgabeverzeichnis/VIDEO_TS

Brennen lässt es sich dann beispielsweise mit K3B.
Glückwunsch fertig wäre die DVD.

Aber es lauern leider doch noch Probleme.
Ich hatte in meinem Fall fünf Aufnahmen von verschiedenen Fernsehsendern. Drei hatten eine AC3-Tonspur und zwei nur eine MP2-Tonspur ausgestrahlt. Mit den Software-DVD-Playern auf dem Computer lief die DVD völlig problemlos, aber auf dem Hardware-DVD-Player meiner Eltern blieben die Aufnahmen mit der MP2 Tonspur stumm.
Allgemein scheinen die Player nicht in der Lage einfach eine vorhandene Tonspur abzuspielen und das Konzept der Audio-Taste zum Wechseln der Tonspur ist in meiner Familie völlig unbekannt. Zumal ich es auch verstehe falls man die DVD verleiht jedem erst sagen zu müssen, er müsse die Tonspur wechseln damit er was hört. Also musste ich einen Weg finden die MP2-Tonspuren in AC3 zu wandeln. In MP2 wäre natürlich einfacher gewesen, da die Sender neben den AC3 Tonspuren immer MP2 senden, aber ich wollte die beste Qualität die geht.
Zurück zu ProjectX:
Die vdr-Dateien der MP2 Aufnahmen wieder laden, die hoffentlich gespeicherten Schnittpunkte ebenfalls und dann nicht auf QuickStart sondern auf den „anpassen“-Knopf klicken. Im nächsten Fenster auf Einstellungen->Einstellungen oder Strg-S drücken.
Jetzt muss bei „dekodiere MPEG Layer1,2 zu PCM“ und „RIFF(RIFX)-Kopf hinzufügen (.wav)“ ein Häkchen gesetzt werden. Fenster schließen und auf den grünen Start/Pause-Knopf klicken. Nachdem ProjectX fertig ist liegen die MP2-Tonspuren nun als wav-Dateien vor.
Ich habe die jeweilige Datei mit Sweep geöffnet und bin auf Audiodatei > Kanäle > Kanäle/Hinzufügen gegangen. Im dem Kanäle addieren Dialog „Frei definiert“ wählen und 5 Kanäle eingeben und auf OK klicken. Dann unter Datei auf „Speichern unter“ gehen und es beispielsweise als „001-5kanal.wav“ speichern. Mir ist dabei mehrfach Sweep abgestürzt aber die gespeicherten Dateien waren in Ordnung.
Jetzt muss die WAV-Datei nur noch in AC3 konvertiert werden, dies geht am besten mittels

aften -b 448 -cmix 0 -smix 0 -acmod 7 001-5kanal.wav tonspur1.ac3

Mittels mplex die Video und die neue AC3 Audiospur zusammenfügen und erneut in QDVDAuthor einfügen. DVD erzeugen, brennen und über eine problemlos funktionierende Wiedergabe freuen.

Die meisten Informationen habe ich über zwei Wochen aus unzählen Foren und ähnlichen zusammengetragen und kann leider nicht mehr die genauen Quellen nennen. Ich hatte mir nur eine kurze Stichpunktliste gemacht um jederzeit wieder eine DVD erstellen zu können und mich erst heute entschlossen darüber einen Artikel in meinem Blog zu schreiben. Die  Informationen über AC3 habe ich einem ausführlicheren Artikel zu aften entnommen.

Ich benutze OpenSuSE 10.3 und alle genannte Software lässt sich über YaST installieren, dafür werden die Community Repositories wie Packman benötigt.