20.02.2008
Ärzte
Ein Thema was mich aufregt!
Auf der einen Seite hört man davon wie überlastet die Ärzte sind und wie wenig Geld sie verdienen, aber braucht man mal einen Arzt dann frage ich mich öfters haben die ihren Abschluss im Lotto gewonnen?
Ich sehe es im eigenen Studiengang, auch wenn das nicht Medizin ist, viele lernen für die Prüfung aber ein paar Semester später ist davon nicht mehr viel da. Dafür werde ich dann eher als Freak bezeichnet für Dinge die eigentlich auch im Studium dran kamen. Ich lerne halt ungern Sachen auswendig, da ich die eh ganz schnell wieder vergesse. Lieber ist mir das praktische Erarbeiten von Sachverhalten – das bleibt wesentlich länger. Damit meine ich einfach hinsetzen und beispielsweise große Projekte umsetzen/programmieren unabhängig vom Studium. Aber zurück zu den Ärzten…
Vor zwei Wochen hatte es mich mal wieder richtig erwischt, ausgerechnet zu den Prüfungen lag ich mit 40Grad Fieber im Bett. Um schnell wieder auf die Beine zu kommen habe ich jede Menge Medizin zu mir genommen, die Prüfungen wollte ich nicht schon wieder wegen Krankheit ausfallen lassen.
Ich bin mitten in der Nacht aufgewacht und fühlte mich irgendwie sehr komisch. So im Halbschlaf denkt man normalerweise auch nicht wirklich, sondern möchte einfach nur weiterschalfen. Aber das funktionierte nicht mir wurde plötzlich speiübel. Die Arme und Beine wurden taub und schmerzten, mein Puls/Herz fing an zu rasen und mir lief der Schweiß in Bächen über den ganzen Körper. Ich kannte das schon von früheren “Anfällen” von meiner Laktose, Fruktose und Sorbitintoleranz. Aber diesmal war es wirklich extrem, also versuchte ich Hilfe zu erreichen. Leider konnte ich von den Verwandten/Bekannten Nachts um 1:30Uhr niemanden erreichen. Nach 10min verkrampften sich meine Arme und Beine derart das ich die kaum noch bewegen konnte. Also rief ich den Notruf an – was soll man den machen wenn man alleine im Bett liegt und keiner in der Nähe ist?
Irgendwie verstand mich der Mann am anderen Ende schlecht – nach dreimaligen Nennen des Namens und Adresse gab er wohl auf mir weitere Fragen zu stellen. Ich konnte in meinem Zustand nicht öffnen und habe das der Person am anderen Ende der Leitung noch klar gemacht. Auch das ich glaube es könnte ein anaphylaktischer Schock sein, aber ich bin kein Arzt!
So 20min später kamen die glaube ich an und mittlerweile hatte ich doch jemanden der einen Schlüssel hat erreicht. Darüber war die Notärztin gar nicht glücklich, die kam mir max. 2Meter nah und beschwerte sich die ganze Zeit darüber ob ich wüsste wie teuer das wäre weil die Feuerwehr auch kommen musste, da ich nicht öffnen konnte. Nennt man die Begleiter Schwestern? – jedenfalls einer davon hat nur kurz Blutdruck gemessen und da der mittlerweile wieder im normalen Rahmen war, sind die wieder abgezogen ohne eine Finger krum zu machen. Bei anderen vorherigen Vorfällen bekam ich meistens etwas Kochsalzlösung intravenös. Ich hoffe das Wort ist richtig, also ich meine einen Beutel Flüssigkeit über eine Nadel in den Arm zu verabreichen. Das wäre in dem Fall wohl auch nötig gewesen, kurz nachdem die Weg waren, fiel mein Kreislauf wieder ab. Arme und Beine waren immer noch total schlecht durchblutet und eiskalt. Solche Kreislaufprobleme bin ich gewöhnt und 3Liter Flüssigkeit halfen, aber es dauerte 4h bis es mir wieder normal ging und ich weiterschlafen konnte.
Ich weiß bis heute nicht was das den nun ist – bei früheren “Anfällen” meinten ein paar Ärzte das wäre ein anaphylaktischer Schock, andere wissen es nicht oder meinen das könnte es nicht sein. Jedenfalls habe ich nur noch das Antibiotika weitergenommen und die nächsten Nächte ist nichts mehr passiert.
Scheint wohl irgendwas in einem der anderen Medikamente gewesen zu sein, was ich nicht vertrage.
Was mich stört ist dass mir nicht geholfen wurde, sondern ich so hingestellt wurde als ob ich als Spaß anrufen würde.
Nur Notärzte scheinen prinzipell keine Ahnung zu haben. Im Jahre 2004 hatte ich einen Nierenstein – 1cm!
Da wurde ich als erstes gefragt ob ich Drogen genommen hätte, HALLO – wie bitte? Ich liege mit extremen Schmerzen im Bett und soll WAS? (Schade das ich in solchen Situationen leider nicht in der Lage bin mich angemessen verbal gegen solche Sachen zu wehren.)
Es dauerte DREI Monate bis beim dritten Ruf von Notärzten die mich erneut in ein Krankenhaus einlieferten der Nierenstein endlich entdeckt wurde! (Ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn!) Ich muss natürlich dazu sagen das in der Zwischenzeit von einem Arzt zum nächsten geschickt wurde. Da wurden solchen tollen Dinge wie Magen- und Darmspieglung und mein Favorit eine Blasenspieglung gemacht. Keine Ahnung wie viele Liter Blut und andere Körperflüssigkeiten ich abgeben durfte.
Oder meine Laktose-Intoleranz – das ist eine Geschichte für sich – ich versuchs mal so kurz wie möglich:
Bei Geburt vertrug ich schon nicht die Muttermilch, das war so schlimm das ich an den Ernährungstropf kam. Als Kind hatte ich ständig Durchfall, Verstopfung und Erbrechen – da meinten die Ärzte ich hätte einen nervösen Magen. Mit 11Jahren fingen dann diese Anfälle an, also starkes Schwitzen – starke Schmerzen usw. Damals bin ich auch von einem Arzt zum nächsten aber keiner konnte mir sagen woran es liegt. In meiner Nähe öffnete eine neue Arztpraxis und da gab es erste Lichtblicke. Es kam einiges ans Tageslicht durch den Arzt der mich noch heute betreut aber das ich keine Laktose vertrage habe ich mit 16 selber herausgefunden.
Es ging mir zwar danach wesentlich besser aber nur das diese “Anfälle” weg blieben, ansonsten wurden meine Blutwerte immer schlechter. Ich nahm dann öfters Eisentabletten um den Eisenmangel auszugleichen, genau wie andere Präperate. Durchfälle hielten die ganzen Jahre an und wurden schlimmer. Erst 2006 wurde mir bestätigt das ich auch Sorbit und Fruktose nicht vertrage. Ich bin zu meinem Arzt gegangen und bat ihn diese Tests zu machen. Er hat mich darauf hin zu einem Spezialisten überwiesen, der diese dann durchführte.
Als Resume könnte man meinen die Ärzte erwarten von ihren Patienten eine Diagnose die sie nur noch überprüfen müssen. Schaut man in Internetforen und ähnliches scheint es nicht falsch zu sein, sich vorher zu informieren um sich vom Arzt nicht falsch behandeln zu lassen.
Das kanns doch aber wohl nicht sein oder?
Ich habe noch viele andere negative Erlebnisse mit Ärzten, aber ich möchte hier kein Buch schreiben. Für meine angeborenen gesundheitlichen Probleme kann ich nichts und äußerlich sieht man es mir nicht an, das ist aber kein Grund für Ärzte mich wie manchmal wie einen Hypochonder zu behandeln.
Ich möchte mich bei den guten Ärzten bedanken, die ihre Patienten ernst nehmen und nach besten Wissen und Gewissen eine Lösung suchen. Natürlich auch Notärzte, Schwestern und alle die Kranken helfen.