Stille

Unser Urlaub war noch nicht zu Ende und plötzlich schreibe ich nicht mehr und die Seite ist tageweise nicht mehr erreichbar. Wieso? Seit unserem Besuch in Peking versuchen Hacker meinen Server zu übernehmen. Genau am 18. Dezember als wir Vietnam verlassen, erreiche ich meinen Server tagelang nicht mehr. Die IP Adresse zeigt mehrfach auf Bejing, aber mittlerweile auch Russland, Ukraine oder Amerika. Im Urlaub hatte ich nur mein Smartphone und das Tablet meines Freundes, damit konnte ich das Problem nicht lösen.
Wir sind mittlerweile wieder in der Heimat. Die IP Sperren von ganz China und täglich weiterer Adressen hat die netten Menschen leider nicht abgeschreckt. Das habe ich zum Anlass genommen, sämtliche Software und Hardware zu aktualisieren. Es läuft wieder alles, bis auf ein paar uralt Foren, die habe ich schlicht offline genommen.
Die alten Blogbeiträge habe ich wieder importiert und werde demnächst noch ein paar Facebook Beiträge hier veröffentlichen. Nicht jeder hat Facebook und manch Beitrag möchte ich allen zugänglich machen.
Die folgenden Tage werde ich den Rest unseres Abenteuerurlaubes hinzufügen. Geschrieben ist das größtenteils schon, muss nur noch mal drüber lesen und die Bilder auswählen.

Phnom Penh

Aller zwei Meter höre ich „Sir Tuk Tuk“ oder „How are you? Tuk Tuk“ manchmal auch Lady, aber immer Tuk Tuk! Aha alle heißen hier scheinbar so, ich verkneife mir zu fragen wer das sein soll. Es nervt einfach. Von unserer Unterkunft aus sind alle Sehenswürdigkeiten zu Fuß zu erreichen und wir verzichten während des gesamten Aufenthalts auf die Mitfahrt in den Gefährten, die hier definitiv das Stadtbild prägen. Wir haben nur wenige Dinge auf unserer Wunschliste, wie den Königspalast, die Silberpagode und das Genozid Museum. Somit lassen wir uns Zeit und starten erst 13 Uhr Richtung Königspalast. Unterwegs hält uns wieder ein Tuk Tuk Fahrer auf, der erklärt uns, dass der Königspalast erst um 14Uhr auf macht und wir müssten lange Sachen anziehen. Er würde uns 1h lang herum fahren, wir lehnen dankend ab und laufen zurück und ziehen uns um.
Wir nehmen uns einen Guide der uns eine gute Stunde lang führt und alles erklärt. Ich lerne wieder erstaunliches und viele Dinge sind identisch mit Thailand. So ist der Ramakien hier ebenfalls auf der inneren Mauer zu finden, wie in Thailand, allerdings in einem sehr schlechten Zustand. Viele Formen und Figuren stammen aus dem hinduistischen und buddhistischen. Es gibt hier auch einen Jade Buddha. Neu ist die 900kg weibliche Buddha Statue aus Massivgold. In den Innenräumen ist fotografieren leider verboten. Nachdem wir dem Guide seine 10 Dollar ausgezahlt haben, laufen wir noch ein mal zurück, um in Ruhe Fotos zu machen. Insgesamt nicht so groß und prunkvoll wie in Bangkok aber definitiv sehenswert.

Die Farben der Kleidung der Untertanen von Montag (links) bis Sonntag (rechts).
Die Farben der Kleidung der Untertanen von Montag (links) bis Sonntag (rechts).
Der Thronsaal (rechtes Gebäude) und ein weiteres Amtsgebäude (links).
Der Thronsaal (rechtes Gebäude) und ein weiteres Amtsgebäude (links).
Die äußere Wand der Silberpagode mit einem Teil des Ramayana.
Die äußere Wand der Silberpagode mit einem Teil des Ramayana.
Diese Stupas sind Gräber. Der Guide erklärt uns wer jeweils darin begraben wurde.
Diese Stupas sind Gräber. Der Guide erklärt uns wer jeweils darin begraben wurde.
Die Silberpagode.
Die Silberpagode.
Von anderen Seite.
Von anderen Seite.

Für den nächsten Tag buchen wir eine Halbtagstour zu den Killing Fields und dem Genozid Museum für 25USD (2 Personen). Im Hotel probieren wir die gegrillten Fleischspieße. Wir dürfen uns aussuchen, welches Fleisch. Ich nehme Huhn, Tintenfisch, Schwein und Frosch. Mirko Rind, Schwein, Rippchen und Frosch. Für uns das erste mal, dass wir Frosch essen. Schmeckt ganz lecker und würde ich jederzeit wieder essen. Am Abend gehen wir am Fluss im bunten Licht der vielen Bars und Restaurants spazieren. Hier entdecken wir Schlangen und Insekten zum Essen. Wir kaufen kurzerhand von jedem etwas und probieren mutig. Die Schlange schmeckt wirklich wie Hühnchen. Die Insekten brauchten etwas mehr Überwindung, wobei mir das leichter fiel. Kaut sich und schmeckt wie knusprige Chips. Am nächsten Morgen esse ich die wirklich alle auf und werde mir wohl bald neue kaufen.

Unser leckeres Essen.
Unser leckeres Essen.

Wir werden pünktlich zum Museum gefahren und zahlen 3 USD Eintritt und weitere 2 USD pro Person für den Guide. Bei den Killing Fields zahlt man ebenfalls 3 USD für den Eintritt und weitere 3 USD für den Audio-Guide, den muss man nicht nehmen, wird aber immer zusammen für 6 USD verkauft. Es ist einfach erschreckend wie oft sich die Geschichte wiederholt. Ich musste sofort beim Anblick der Haufen von Kleidung, Knochen, Zähne, Folterinstrumenten usw. an die Nazis und deren KZs denken. Es ist ein verstörendes Erlebnis und schockiert mich zutiefst. Im Genozid Museum waren die zwei Überlebenden vor Ort und haben uns ihre Misshandlungen gezeigt. Die Bücher für jeweils 10 USD haben wir ihnen beiden abgekauft, das tut uns nicht weh, aber ihnen hilft es vielleicht. Bou Meng haben sie alle Zähne raus geschlagen und durch Elektroschocks an den Ohren ist er jetzt taub. Wir machen ein Foto mit ihm und er umarmt mich am Ende. Mir tun alle, die das hier durchleben mussten, sehr leid. Bei den Killing Fields schauen überall Knochen aus der Erde, in einem Turm sind hunderte Schädel die einen anstarren. Mir fällt es schwer darüber zu schreiben, schaut es euch selber an.

Das Bett eines Gefangenen.
Das Bett eines Gefangenen.
Hastig gemauerte Zellen
Hastig gemauerte Zellen
Die Ansicht von außen
Die Ansicht von außen
Einer der zwei Überlebenden
Einer der zwei Überlebenden
Schädel
ohne Worte

Am Nachmittag schauen wir uns noch ein paar Sehenswürdigkeiten an, sammeln ein paar Geocaches ein und beenden den Tag zeitig im Hotel.

Unabhängigkeitsdenkmal
Unabhängigkeitsdenkmal

Kambodscha Ankunft

Wir warten seit fast 3h in dem Büro, in dem wir die Tickets 12 Tage vorher gekauft haben und wo der Bus ab fahren soll. Ich frage 10min vor Abfahrt noch mal nach wo der Bus losfährt. Darauf werden hektisch Telefonate geführt und nach ein paar Minuten erfahren wir, dass er in 2min kommt. Wir holen die Rucksäcke und schon steht er da. Gut das ich noch mal gefragt hatte. Im Bus sollen wir unsere Tickets umtauschen, aber so richtig verstehen wir nicht was der Bus Begleiter von uns will. Egal, das ist der richtige Bus und wir setzen uns. Bevor wir nicht in Kambodscha sind, steigen wir nicht aus. Wir sind die ersten im Bus und nachdem alle drin sind, bekommen wir neue Fahrkarten überreicht. Als der Bus los fährt, geht der Begleiter herum und sammelt die Pässe ein. Das russische Pärchen vor uns möchte wissen wofür und was der Service kosten soll. Sie bekommen nur 35 Dollar als Antwort bzw können wir nicht mehr verstehen. Sie weigern sich die Pässe abzugeben. Ich möchte wissen, warum wieso weshalb aber er versucht es bei uns gar nicht. Unser Sitznachbar fragt uns auch wieso er die Pässe haben will. Ich vermute um die Visas zu besorgen. Wir möchten nicht noch mal bezahlen, wir haben schon E-Visas einstecken.
An der Grenze müssen wir alle aussteigen. Die Damen Toilette ist verschlossen und wir Frauen müssen bei den Männern gehen. Danach stellen wir uns am Schalter an und warten. Es geht sehr langsam voran, wir wollen doch nur aus Vietnam raus. Nach 5min kommt unser Bus Begleiter und sieht genervt aus, wir sollen ihm die Pässe überlassen! Wieso? Er kümmert sich drum, meint er! Nagut, wir geben sie ihm und auch die Russen hinter uns tun das. Er gibt sie dem Beamten und wir dürfen einfach durch gehen. 3m hinter dem Schalter bleiben wir allerdings von uns aus stehen und warten auf die Rückgabe der Pässe. Dann passiert wirklich seltsames. Unser Bus Begleiter setzt sich in eines der Grenzerkabinen und bekommt von dem Beamten erklärt was er tun muss. Er tippt irgendetwas in die Computer ab. Nach 10m will uns ein anderer Grenzbeamter vertreiben, aber wir können ihm verständlich machen, das wir nicht ohne Pässe gehen werden. Ich fühle mich gestresst, alle Personen hinter uns sind mittlerweile durch die Grenzkontrolle durch. Hätten wir ihm nicht die Pässe gegeben, wären wir jetzt auch fertig. Ohne den Pass kommen wir nirgendwo hin, nicht in Kambodscha in 500m rein und auch sonst nirgendwo hin. Wir bleiben und warten. Nach einer gefühlten Ewigkeit bekommen wir die Pässe. Der Russe hat zwischenzeitlich mal ein bisschen lautstark Stress gemacht. Wir steigen in den Bus und fahren vielleicht 500m. Es steigt ein vietnamesischer Beamter in den Bus und prüft erneut alle Pässe und Passagiere. Weitere paar Meter weiter heißt es erneut aussteigen, zur Einreise in Kambodscha. Uns wird eine Richtung gewiesen und wir laufen los. Die Russen sind etwas schneller, aber ich reagiere zuerst auf den Beamten, der aus dem Gebäude uns entgegen kommt. Was wir suchen? Na einreisen wollen wir! Wir sollten in dem Häuschen hinter uns ein Visa kaufen. Nein entgegne ich und zeige ihm die E-Visas, wir haben die schon. Ob wir alle vier zusammen gehören würden? Nein, nur Mirko und ich und wir haben beide schon Visas. Der Bus Begleiter ist mittlerweile auch zu uns gestoßen. Der Beamte fragt wieso wir das nicht ihm (Bustypen) alles überlassen. Wir willigen ein, der Begleiter nimmt die Pässe und der Beamte weist ihn an auch unsere Visas mitzunehmen. Supi, jetzt kann nix mehr schief gehen. Wir laufen zum Bus, sitzen ein paar Minuten später auch drin und tatsächlich bekommen wir die Pässe mit dem Visa ausgehändigt, ohne noch mal bezahlen zu müssen. Kurz nach der Grenze gibt es eine Pause, mit der Möglichkeit etwas zu essen. Wir wollen nicht und bleiben im Bus. Wir erreichen Phnom Penh kurz vor Mitternacht. Hier warten schon die Tuk Tuk Fahrer auf uns und wir lassen uns für 5 USD zur Unterkunft bringen. Obwohl wir Adresse, Name und Beschreibung haben, irren wir 5min herum und klingen Leute aus dem Schlaf, bevor wir fündig werden. Die Unterkunft ist über einem Restaurant und um diese Zeit ist es geschlossen. Wir dürfen im größten Zimmer nächtigen. Es ist wirklich schön hier, zwei große Betten, ein schönes Bad, ein Fenster, Klimaanlage und Deckenventilatoren. Wir schlafen die Nacht sehr gut und starten ausgeschlafen in den nächsten Tag. Wir müssen das Zimmer tauschen, wir bekommen das gebuchte Zimmer. Es ist kleiner, von der Ausstattung ähnlich, aber kein Fenster. Wir hatten schon schlimmere Unterkünfte.

Der letzte Tag in Vietnam

Wir stehen 4:45 Uhr auf und sind 5:26 Uhr pünktlich an der Hotel Rezeption. In 4min soll unser bezahltes Taxi uns zum Flughafen bringen. Wir warten und es wird immer später. Ich werde nervös, als es 5:40Uhr wird. In 3min soll er da sein, na hoffentlich. Er kommt tatsächlich innerhalb der Zeit und sagt noch sorry. Wir beeilen uns ins Auto zu kommen und ich sage nur „we are in a hurry, go!“ Es geht los, aber leider ist schon einiger Verkehr auf den Straßen. 10min später sind wir gerade mal 3km weit gekommen und über 10 km liegen noch vor uns. Nachdem er auf den Flughafen Zubringer gewechselt ist, rast er mit 110km dahin. Erlaubt sind hier maximal 80. Zum Glück ist recht wenig Verkehr und wir kommen nun endlich gut voran. 6:10Uhr erreichen wir den Flughafen und er bringt uns auch gleich zu den Inlandflüge-Terminal. Während der Fahrt haben wir das mehrfach erklärt und er hat es glücklicherweise auch verstanden. Im Terminal steht eine riesige Schlange von Menschen beim Security Check. Wir müssen die Leute umlaufen, um zum richtigen Schalter zu gelangen.
Gepäck aufgegeben, Boardkarte in der Hand bin ich der Meinung es kann nichts mehr schief gehen. Wir sollen beim Security Check für die anderen Gates durch. In 5min beginnt das Boarding und wir stehen in einer Schlange. 6:30Uhr sind wir durch und versuchen Gate 7 zu finden. 5min später sind wir am Gate in der Schlange und stehen zu meiner Überraschung recht weit vorn. Das Boarding verzögert sich um 15min, ebenso der Abflug. Letztendlich kommen wir nach Ho Chi Ming City und ignorieren alle Leute die uns ein Taxi aufschwatzen wollen. Wir suchen uns selber eines aus. Als wir ankommen ist der Fahrer von mir  genervt oder vielleicht auch verärgert das er kein extra Geld rausholen konnte. Ich habe ihm ständig gezeigt wohin wir wollen und bei jedem Versuch anders zu fahren vehement drauf bestanden so zu fahren wie ich das für richtig halte. Für 140.000 VND sind wir vom Flughafen bis zu unserem Busabfahrtplatz gekommen. Das ist die dreifache Strecke vom Flughafen zum Hotel, für die wir 200.000 bezahlt hatten.

Wir gehen zum Markt und beenden unseren Vietnambesuch wie er begonnen hat. Ich esse Durian vom gleichen Händler und Mirko ist gegenüber im gleichen Restaurant zu Mittag. Von den restlichen Dong kaufen wir noch Jackfrucht frisch und getrocknet. Dann setzen wir uns eine Weile in den Park. Nach 30min gehen wir zum Hotel, von dem der Bus abfährt. Ich schreibe die Berichte der letzten Tage während wir warten.

Noch ein paar Worte zur Technik. Die WordPress App löscht zum dritten mal einen fertig geschriebenen Beitrag, so dass ich noch mal alles schreiben muss. Beim Hochladen veröffentlicht es Beiträge, die noch auf Entwurf stehen und dann stimmt die Reihenfolge nicht mehr. Ich muss ständig zwischen App, der Homepage und zwischen Hoch- und Querformat wechseln, weil bestimmte Dialoge sonst nicht bedienbar sind. Teilweise ist das wirklich frustrierend. Ob wir die nächsten Tage Berichte schreiben können, werdet ihr merken. Wir kaufen uns keine extra Simkarte für die paar Tage.

Ninh Bình 17.12.

Wir warten 30 min auf unseren Bus für die heutige Tour. Zu unserer Überraschung holt uns der gleiche Guide von gestern ab. Wir fahren 2h zur größten Pagode Asiens, natürlich wieder mit Zwischenstopp an einem überteuerten Markt. Bei der Pagode vor Ort steigen wir auf Elektroautos um. Hier muss man aufpassen, dass man zwei Tickets benötigt. Eines für die Hinfahrt und eines für die Rückfahrt pro Person. Wir kommen nicht direkt zu der Pagode, aber besuchen die riesige Tempelanlage davor. Hier stehen 500 große Buddha Statuen, von denen alle unterschiedlich sind. Dazu gibt es weitere 10.000 kleine Buddha Figuren in den Wänden. Hin und wieder erklärt uns der Guide etwas zu den Figuren. Wir gehen in zwei Tempel, hier stehen zwei große Buddha Figuren. Die sind aus Kupfer und Bronze gefertigt und vergoldet. Eine ist weiblich mit 1.000 Augen und Armen, sie sieht alles und hilft allen. 10m hoch und 18 Tonnen schwer sollen sie jeweils sein.
Der Bus bringt uns im Anschluss zu einem Restaurant und wir können uns wieder aus verschiedenen Speisen bedienen. Danach geht es in die Berge, die sehen wie in der Halong Bucht aus, nur ohne Wasser meint Mirko.
Wir haben plötzlich einen weiteren weiblichen Guide im Bus. Sie erklärt das die Bootsfahrt 2h nonstop dauert und wir bitte jetzt noch mal auf Toilette gehen sollen. Sie weißt darauf hin, dass jedes Boot einer Familie gehört und die zwei bis drei mal im Monat rudern dürfen. Dafür würden sie von der Regierung nur wenig Geld bekommen und Trinkgeld wäre gern gesehen. Wir dürfen auch selber paddeln, um ein Gefühl zu bekommen, wie schwer es ist. Am Bootssteg oder besser Treppe warten bereits die Boote auf uns. Hier liegen weitere
tausend Boote vor Anker und warten auf ihren Einsatz. Wir setzen uns in eines der Boote und los geht’s. Nach 5min kommen uns drei Boote entgegen die um die Wette fahren. Wir nehmen auch die Paddel in die Hand und fangen zaghaft an. Bis zur Ende der Fahrt nutze ich die Gelegenheit ausgiebig, spart das Fitnessstudio. Die Grotten sind anders als die Höhlen, man bekommt kaum typische Tropfsteinformationen zu sehen. Alle Felsen sind scharfkantig und wir müssen uns öfters mal ducken. Immer wieder wechseln sich enge Durchfahrten von 150-250m Länge mit kleinen Seen ab. Ringsherum sind steil aufragende Berge. Im Wasser wachsen unzählige verschiedene Wasserpflanzen, die bis kurz unter die Wasseroberfläche zu sehen sind,garniert mit blühenden
Lotosblüten. Die Fahrt mit dem Boot hier hat einen ganz eignen Charme. Hin und wieder kommen Tempel in Sicht, hier könnte man verweilen, die kosten allerdings extra. Die Sonne neigt sich dem Tagesende zu und die Berge und das Wasser werden in goldenes Licht getaucht.
Auf der Fahrt lernen wir einen Australier kennen, er ist Schnabeltierzüchter! Das erzählt er jedem und kann das in jeder Sprache sagen. Es soll sogar ein deutsches Filmteam bei ihm gewesen sein, da sie die größte Population der Tiere besitzen. Früher hatte er eine Fischzucht, aber die wurde bei einem Wirbelsturm total zerstört.
Lediglich die Anlage zur Aufzucht des natürlichen Fischfutters ist geblieben, welche er nun für die Schnabeltiere nutzt. Seine Frau ist aus Thailand und ich kann das erste mal mein Thai benutzen. „gäng maag“ meint sie, aber ich winke ab. Ihre Tochter kann kein Thai und hat gerade erst „maag maag“ (viel) gelernt.

Eingang zur Anlage
Unser Guide ganz links

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Unser Bootskapitän

Halong Bay 16.12.

Weltberühmt ist die Bucht und dementsprechend hoch waren unsere Erwartungen. Wir stärken uns im Hotel am Morgen. Mirko nimmt ein Omelette und ich bringe dem Koch wohl etwas neues bei, gekochte Eier. Unser Bus kommt, da sind die Eier gerade fertig. Ich bekomme sie in einer Plastedose mit.
Die Fahrt zur Bucht dauert gut 3,5h und unser Guide meint wir sollen ihn Viet nennen. Es geht eine Liste herum, wir müssen Name, Geburtsdatum, Geschlecht, Passportnummer und Essensunverträglichkeiten notieren. Die Frage eines Gastes wozu das wäre, beantwortet der Guide mit Vorschriften des Immigration Office. Ich glaube die wissen immer genau wann welcher Tourist wo ist, das hat sein gutes glaube ich, man kann nicht verschollen gehen. 🙂 Unterwegs halten wir und alle anderen Busse für eine Toilettenpause. Allerdings ist um die Toiletten ein riesiger Markt für alles was man nicht gebrauchen kann. Was soll ich als Tourist denn mit einer 10kg Buddha-Statue oder einer 5kg schweren Marmorkugel. Es gibt natürlich auch Essen, sogar M&M oder Lorenz und andere bekannte Marken, allerdings zu völlig überzogenen Preisen.
Unser Guide kauft die Tickets und wir betreten eines der unzähligen Schiffe die vor Anker liegen. Nachdem eine zweite Gruppe das Schiff aufgefüllt hat, legt unser schwimmendes Gefährt ab. Ich studiere gerade die Karte und frage mich ob jeder davon etwas bestellen kann, als aufgetafelt wird. Es gibt alle 10 Objekte der Karte jeweils auf einem Teller. Man darf sich bedienen. Ich schlage zu und esse wie Mirko von allem etwas, wirklich lecker. Ich werde es nicht bereuen, das Essen war frei von Gluten und Laktose.
Die ersten Felsen ragen aus dem Wasser, das Schiff wird langsamer. Ich mache mehrere Fotos bis wir eine kleine schwimmende Plattform erreichen. Hier steigen wir aus und dürften eigentlich Kajak fahren. Es ist trocken und ein mäßiger Wind weht, allerdings ist es so kalt das wir dankend ablehnen. Auch dem Rest unserer Gruppe ist nicht nach Kajak fahren, wir lassen uns auf einen der Bambusboote weiter fahren. Es geht in zwei kleine Höhlen, bzw Durchfahrten in kleine Buchten im inneren der Felsen. Es ist wirklich hübsch, vor lauter Booten sieht man kaum noch das Meer. Ein paar Wagemutige mit Kajak werden von den größeren Booten hin und her geschoben. Ich bin froh jetzt hier zu sitzen und nicht in einem Kajak zu sein. Eine frische Brise kommt auf, hui ist das kalt. Ich habe 5 Schichten Kleidung an und finde es immer noch kalt. Mit unserem großen Schiff geht es weiter zur nächsten Anlegestelle. Hier ist einer Höhle, die wir zu Fuß durchqueren. Sieht aus wie Paradise oder Phong Nha Cave nur viel kleiner und mit deutlich mehr Menschen. Teilweise staut sich der Antrang und wir müssen warten. 16Uhr legt das Schiff wieder ab und fährt uns zum Hafen zurück. Die Halong Bucht ist schön, besonders scheint sie kein Ende zu haben. Am Horizont sieht man die Siloette der vielen Berge. Würde man die sächsische Schweiz mit Wasser füllen, sähe es sich schon sehr ähnlich. Der Tag war allerdings viel zu kalt und bewölkt. Bei blauen Himmel und Sonnenschein macht es sicherlich nicht nur mehr Spaß, sondern sieht auch schöner aus.
Auf dem Rückweg halten wir wieder an dem Markt an und kaufen dieses mal ein paar getrocknete Jack Früchte für 110.000 VND. Um 21Uhr sind wir zurück im Hotel und gehen sofort schlafen.

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Hanoi

Die Landung, die Fahrt zum Hotel und das Einchecken geht unspektakulär von statten. Ich bezahle 204 USD für die nächsten drei Tage. Alles durchgeplant, wir können uns zurück lehnen.
Da sind wir also in Hanoi und laufen durch die Altstadt. Die totale Reizüberflutung! Wir wollen zum Markt, um wie üblich Essen zu kaufen. Überall hupt, hämmert, dröhnt,  schallt und wimmelt es von arbeitenden, laufenden, redenden, kaufenden und essenden Menschen. Alles gleichzeitig! Jedes kleines Häuschen ist Wohnung, Werkstatt und Verkaufsraum in einem, inklusive der Straße. Den Fußweg kann man meist nicht sehen, entweder zugeparkt, zugestellt mit Produkten oder voller Menschen. Selbst in den kleinsten Gassen wird auf 10cm Essen gekocht, daneben auf 25cm gegessen und die 15cm Platz davor fahren noch 5 Motorräder am Besten nebeneinander. Ich laufe zur Seite, zu meinen Füßen isst jemand und das Motorrad fährt 2cm an ihm vorbei, mehr Platz war nicht. Der Wahnsinn, nach wenigen Minuten kann ich nicht mehr. Bin nur noch im Autopilot Modus, meine Füße laufen alleine, wohin? Egal nur weiter. Ich lasse Mirko im Chaos entscheiden wohin, hier sieht alles gleich aus. Eine Sache fällt trotzdem auf, jede Strasse hat ihre eigenen Produkte. In einer gibt es nur Tischler, in unserer wo das Hotel steht, nur Edelstahlprodukte, in einer anderen nur Brillen usw. Nachdem wir in dem ganzen Durcheinander Jackfrucht und Durian gefunden haben und ich etwas gegessen habe, geht es langsam wieder besser. Wir finden ein winziges Lokal, indem irgendein Fleisch auf dem Grill liegt. Was das ist fragt mich Mirko, keine Ahnung. Ich versuche das Schild mit dem Google Übersetzer, aber der kann es nicht übersetzen. 30.000 VND soll es kosten, es ist gegrillt also kann man es essen. Wir setzen uns und Mirko stärkt sich. Er meint es ist sehr lecker. Danach laufen wir zu dem See in der Nähe und umrunden ihn ein mal. Genau als wir wieder ins Gewimmel eintauchen wollen, werde ich von ein paar Jugendlichen angesprochen. Sie wollen ihr Englisch verbessern und wir unterhalten uns eine Weile.

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